Die besten Tipps aus Business & Karriere von Sportmanager Marcus Höfl.

Wie hast du deine erste unternehmerisch verdiente D-Mark wieder ausgegeben?
Meine erste verdiente D-Mark habe ich direkt wieder investiert. 1989 waren die San Francisco 49ers die Gewinner des Super Bowls. Damals gab es kaum NFL-Jacken und die waren natürlich mega in. Da habe ich eher in das Auftreten investiert und habe mir damals, ich glaube für 500 D-Mark, also wirklich sehr sehr viel Geld, eine San Francisco 49ers Jacke gekauft. Allerdings habe ich die leider nicht mehr.

Wer oder was inspiriert dich, jeden Tag besser zu werden?
Mein Umfeld. Ich zitiere gern meine Oma: „Stillstand ist Rückschritt.“ Es gibt jeden Tag neue Entwicklungen. Ich glaube es ist daher ganz wichtig, dass man versucht, dabeizubleiben.

Es ist auch eine Mentalitätsfrage. Grundsätzlich ist meine Herangehensweise so, dass ich versuche, besser zu werden.

"Ich zitiere  gern meine Oma: 'Stillstand ist Rückschritt'." - Marcus Höfl in den Best-of-Seven

Welche drei Eigenschaften sind für dich als Unternehmer unverzichtbar?
Entscheidungsfreudigkeit, Beharrlichkeit und Mut. Je nach Mitarbeiterstamm auch ganz wichtig Teamführung. Aber für den Einzelunternehmer würde ich die drei Dinge voranstellen.

Was war die wichtigste Entscheidung, die du getroffen hast?
Das war für mich die Entscheidung, das Management von Franz Beckenbauer zu übernehmen und dafür alle Zelte in Deutschland abzubrechen. Es ging damals auch einher mit einem Umzug nach Kitzbühel. Ich lebe jetzt seit fast 20 Jahren hier und bin heilfroh über diese Entscheidung. Neben unserer Zusammenarbeit hat sich auch ein tolles Netzwerk entwickelt, das hier auch teilweise vor Ort ist.

Es war ganz klar, da gibt’s keine neunzig Prozent, sondern das war das totale Verschreiben in diese Aufgabe und in die gemeinsamen Projekte.

Worauf bist du am stolzesten, was aber niemand von dir weiß?
Nach der Weltmeisterschaft 2006 hat Didi Mateschitz mich gebeten, als Externer für drei Jahre Red Bull Fußball zu strukturieren. Ich war integriert in den Aufbau der Akademien und vor allen Dingen auch in den Kauf und Aufbau der Clubs.

Damals haben wir den Club in New York gekauft. Didi Mateschitz hat mich dorthin geschickt. Im Board saßen Robert Craft und Clark Hunt, also die Größen des amerikanischen Sports und die Familien, die auch in anderen Sportarten stark investiert sind. Ich bin da reingelaufen und habe relativ frech unsere Positionen vertreten. Weil Red Bull war sehr ambitioniert. Wir wollten viele Dinge verändern.

Dass das gut gegangen ist, darauf bin ich sehr stolz. Das war ein harter Kampf. Zum Glück ist ein Netzwerk entstanden mit Kontakten, die bis heute halten.

"Es war ganz klar, da gibt's keine 90 %, sondern das war das totale Verschreiben in diese Aufgabe." - Marcus Höfl über seine wichtigste Entscheidung

Welches Tool würde dir am meisten wehtun, wenn man es dir in deinem Business-Alltag wegnimmt?
Definitiv das Handy. Wenn ich es mal irgendwo vergessen habe, dann merke ich, wie abhängig ich, aber ich glaube wir alle sind.

1997 als ich angefangen habe, hatte ich ein Motorola-Handy zum Aufklappen mit einer Antenne zum Ausziehen. Zumindest konnte man ab und an mal telefonieren, wenn man unterwegs war. Nicht oft, aber das war weit weg von Fotos schicken oder Nachrichten schreiben.

Welche Story einer Unternehmerin oder eines Unternehmers aus dem Sport würdest du gerne hier im Podcast hören?
Was ich gern mehr hören würde, sind amerikanische Unternehmer. Wie die Episode mit dem Gründer von Hyperice. Die Dynamik im amerikanischen Markt ist groß. Die Selbstverständlichkeit in Sport und Sportzukunftsthemen zu investieren, ist so ausgeprägt. Vielen Clubs würde es nicht schaden, sich damit mehr und intensiver zu beschäftigen.

Zum einen können rentable Investments entstehen, zum anderen kann es einfach ein großer Wettbewerbsvorteil sein, sich mit neuen Technologien zu beschäftigen. Diese Richtung unterstütze ich. Ich biete mich auch gerne an, Kontakte herzustellen, wenn das hilft.

Über 25 Jahre Erfahrung im Sportbusiness

Marcus Höfl ist einer der einflussreichsten Sportmanager. Ein Gespräch über ein erfolgreiches Leben für den Sport, die intensive Zusammenarbeit mit Franz Beckenbauer und richtungsweisende Learnings über sich selbst. 

Marcus Höfl im Sports Maniac Podcast

*Über die Best-of-Seven (Game Changers):
In diesem Format bringen unsere Podcast-Gäste ihre Learnings aus ihrem Unternehmer-Leben auf den Punkt. Sie sprechen über ihre wichtigsten Entscheidungen, ihren größten geheimen Stolz und verraten dir, welche Eigenschaften für einen erfolgreichen Unternehmer unerlässlich sind.


Shownotes:


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