Monat: Juli 2022

#376: „Entscheidend sind die Menschen, mit denen du arbeitest“ – mit Dominik Durben & Frank Sprenger | Best-of-Seven

Die besten Tipps aus Business & Karriere von Dominik Durben, Geschäftsführer der Nachhaltigkeitsberatung timesarechanging und Frank Sprenger, CEO von fors.earth.

Was lernst du gerade oder was möchtest du als Nächstes lernen?
(Frank) Ich lerne seit 20 Jahren Meditieren und komme nur so halbwegs vorwärts. Es bleibt offensichtlich ein ewiges Thema. Ich möchte unbedingt Segeln lernen und jetzt ist es öffentlich, das heißt jetzt muss ich.

(Dominik) Bei mir ist es Nachhaltigkeit, weil das Thema so komplex und so vielschichtig ist und wie wir festgestellt haben, ich bin Seiteneinsteiger. In der Tiefe beschäftige ich mich seit zwei Jahren damit. Es gibt jeden Tag so viele neue Erkenntnisse.

Die drei wichtigsten Newsquellen in meinem Business-Alltag sind…?
(Frank) Was ich mir jeden Tag anschaue, ist DIE ZEIT, LinkedIn, weil sehr schnell und The Guardian. Für alle, die nachhaltigkeitsinteressiert sind, eine ganz gute Quelle.

(Dominik) Handelsblatt, SPONSORs, LinkedIn.

Welche drei Eigenschaften haben dich dahin gebracht, wo du heute stehst?(Frank) Am wichtigsten selbst Denken, Empathie und in der Umsetzung Humor.

(Dominik) Bei mir ist es die Begeisterung für das, was ich tue. Kreativität gehört dazu, neue Wege gehen und Verbindlichkeit.

Was war der beste Ratschlag, den du in deiner Karriere bekommen hast und von wem?
(Frank) Bei mir war es vom Vorstand einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wo ich Nachhaltigkeit und Umweltschutz aufbauen wollte, der sagte: Wenn Sie Nachhaltigkeit ernsthaft machen wollen, müssen Sie eine eigene Firma gründen.

(Dominik) Bei mir war es immer wieder ein Thema mit meinem für mich prägendsten Vorgesetzten Lukas Seiler damals in der Zeit bei the sportsman media group. Entscheidend sind die Menschen, mit denen du arbeitest und ihre Interessen und ihre Motivation.

Was war der größte Fehler in deiner Karriere und was hast du daraus gelernt?
(Frank) Das schließt unmittelbar an Doms Antwort an. Warnsignale einer Persönlichkeit, eines wichtigen Geschäftspartners zu ignorieren und lange nicht ernst zu nehmen und nicht die Konsequenzen daraus zu ziehen. Ich schaue mir Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, sehr gut an und das ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.

(Dominik) Bei mir war das ähnlich, wobei ich damals noch nicht selbstständig war. Es war tatsächlich ein Job, den ich etwas zu spät gekündigt habe. Aber ich glaube, ich habe sehr gut daraus gelernt und habe das nachher wesentlich schneller und direkter gemacht.

Der nächste Game Changer im Sport wird…?
(Frank) Die Tatsache, dass alle Sponsoren ihre Strategie an Nicht-Nachhaltigkeit orientieren werden müssen und das 1:1 in ihre Sponsoring-Strategie übersetzen müssen, das wird der Game Changer.

(Dominik) Neben den weiteren Themen, die mit der Digitalisierung auf uns zukommen, die natürlich einen riesigen Einfluss auf den Sport haben werden, wird es die weitere Ausdifferenzierung von Nachhaltigkeit. Also das Thema in seiner Komplexität scheibchenweise zu verstehen.

Das deutschsprachige Sportbusiness wird in den nächsten zehn Jahren…?
(Frank) Eine absolut positive Entwicklung nehmen, weil im globalen Kontext die ganzen deutschen Sportstrukturen absolut vorbildlich sind und für gesellschaftliche Veränderungen, die anstehen, ganz essentiell sein werden. Das werden wir erkennen.

(Dominik) Es wird weiter wachsen und zwar massiv. Sogar auch im Vergleich mit anderen Nationen, weil es hier so viele Standortvorteile hat.

Nachhaltigkeit im Sport: „Jeder Club wird nachbessern müssen“

Wie erarbeitet man eine Nachhaltigkeitsstrategie? Vor welchen Chancen und Hürden stehen Sportorganisationen und Sponsoren? Das erzählen Dominik Durben (timesarechanging) und Frank Sprenger (fors.earth) im Interview.

Nachhaltigkeit im Sport: Dominik Durben, Geschäftsführer der Nachhaltigkeitsberatung timesarechanging und Frank Sprenger, CEO von fors.earth

*Über die Best-of-Seven:
In diesem Format sprechen unsere Podcast-Gäste über Meilensteine und Wendepunkte in ihrer Karriere, die Technologien und Innovationen, die den Sport verändern und die persönlichen Tipps, um im Sportbusiness langfristig erfolgreich zu sein.


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#375: Nachhaltigkeit im Sport: „Jeder Club wird nachbessern müssen“

„Wer heute sagt, ich bin nachhaltig, der hat es nicht verstanden.“ Makellose Nachhaltigkeits-Vorbilder sind auch im Sportbusiness mit Skepsis zu betrachten. Dabei ist es für Sportorganisationen dringend notwendig, eine Strategie der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit zu erarbeiten und in das Kerngeschäft zu übertragen.

Zwischen Best-Cases und Greenwashing-Kampagnen liegt nur ein schmaler Grat. Auch der Zusammenhang zwischen nachhaltigen Unternehmenszielen und Sponsoring ist noch nicht allen klar. Eindeutig ist hingegen: Der Nachhaltigkeitsprozess ist ein Marathon – aber im Vergleich zu anderen Branchen ist der Sport dynamisch genug, um sich zu verändern.

Im Sports Maniac Podcast sprechen wir mit Dominik Durben, Geschäftsführer der Nachhaltigkeitsberatung timesarechanging und Frank Sprenger, CEO von fors.earth über die Chancen von Nachhaltigkeit als Positionierungsmerkmal, warum sich die Investition auszahlt und wie eine transparent kommunizierte Transformation messbar gemacht wird.

„Der Sport bietet eine unvergleichliche Plattform, gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen. […] Wir haben noch nicht mal fünf Prozent des Potenzials gehoben“
– Frank Sprenger im Sports Maniac Podcast

Nachhaltigkeit im Sport mit den SDGs

Die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen zeigen vielfältige Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung. „Nicht alle Themen müssen mit der gleichen Energie bearbeitet werden. […] Strategie ist die Kunst des Fokussierens und des Weglassens.“ Wie nachhaltig erscheinen unter dem Aspekt der Wesentlichkeit Cases wie Stadionbecher aus Plastik und Fanmobilität? 

Auch wenn momentan keine Sportorganisation ein vollkommen perfektes Nachhaltigkeitsvorbild darstellt, schauen wir auf einige positive Fokusthemen von Fußball-Bundesligisten, Vereinen und Verbänden: Borussia Dortmund in der Bekämpfung von Antisemitismus, die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des FC Bayern, die Wasserpartnerschaft zwischen Manchester City und Xylem, Forest Green Rovers als erster veganer Club , ALBA BERLIN und ihr Bewegungsprogramm sowie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in der Stärkung des Breitensports. Wir stellen fest: „Jeder Club wird nachbessern müssen“. 

Das sind die Podcast-Themen im Überblick

  • Status Quo: Wie nachhaltig ist der Sport heute? (03:54)
  • Best-Cases: Warum keine Organisation perfekt ist (08:14)
  • Die Absurdität der Klimaneutralität (11:58)
  • Woran man Greenwashing-Kampagnen erkennt (16:12)
  • Von den Unternehmenszielen zur nachhaltigen Sponsoringstrategie (21:52)
  • Funktioniert Nachhaltigkeit nur mit Lizenzierung? (24:05)
  • Über das wirtschaftliche Potenzial von Nachhaltigkeit (27:19)
  • Sustainability-Roadmap: So läuft der Nachhaltigkeits-Strategieprozess (30:23)
  • Warum Ligen und Clubs eigene Fokusthemen verfolgen müssen (32:42)
  • Glaubwürdigkeit durch transparente Kommunikation (35:32)
  • Action-Plan für Sportorganisationen und Sponsoren (39:43)
  • KPIs: Nachhaltigkeit messbar machen (46:32)
  • 3 Tipps: Warum Nachhaltigkeit nicht von heute auf morgen funktioniert (48:16)

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#374: „Ein Job, den ich zu 1.000 Prozent fühle“ – mit Sabrina Dirks vom DFB | Best-of-Seven

Die besten Tipps aus Business & Karriere von Sabrina Dirks, Teamleiterin Social Media beim DFB.

Was lernst du gerade oder was möchtest du als Nächstes lernen?
Ich bin gerade dabei, italienisch zu lernen. Meine angeheiratete Familie kommt aus Italien und ich muss natürlich wissen, was da los ist, wenn die sich unterhalten.

Die drei wichtigsten Newsquellen in meinem Business-Alltag sind…?
Tatsächlich Push-Nachrichten auf dem Handy. Ich habe relativ viele Apps und lasse mich benachrichtigen, wenn etwas los ist. Ich nutze wahnsinnig gerne TweetDeck, um Twitter abzufrühstücken. Ich finde Twitter ist ein super gutes Medium, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Das dritte sind Menschen. Ich unterhalte mich mit Menschen.

Welche drei Eigenschaften haben dich dahin gebracht, wo du heute stehst?
Gelassenheit. Ich habe nie etwas über’s Knie brechen wollen oder irgendetwas zu sehr gewollt. Da war ich immer eher laid back.

Absolut Leidenschaft, weil ich nur Dinge länger mache, für die ich auch wirklich brenne. Das heißt, wenn ich in einem Job war, den ich nicht zu 1.000 Prozent gefühlt habe, dann bin ich relativ bald da auch wieder ausgestiegen.

Wenn ich eine Haltung habe, kommuniziere ich diese und bringe diese ein. Damit kann ich Themen und Perspektiven auch verändern. Ich glaube, der Austausch von Haltungen ist extrem wichtig.

Was war der beste Ratschlag, den du in deiner Karriere bekommen hast und von wem?
Ich tue mich bisschen schwer mit Karriere, weil ich habe nie angestrebt, irgendeine Art von Karriere zu machen. Deswegen habe ich die besten Ratschläge von meinen Eltern bekommen. Sie haben mir immer gesagt, wenn du etwas nicht machen möchtest, schon als kleines Kind, gib mir eine gute Argumentation, warum ich dir das jetzt erlassen sollte.

Das hat mich sehr, sehr weit gebracht im Leben. Komme nie mit leeren Händen, bringe etwas mit, sei gut vorbereitet und gehe in die Diskussion.

Was war der größte Fehler in deiner Karriere und was hast du daraus gelernt?
Es gab keinen Fehler, weil jetzt bin ich Head of Social Media beim DFB. Ich bin selber Fußballerin. Ich liebe den Sport. Ich habe eine totale Passion für Frauenfußball im speziellen und arbeite jetzt genau in dem Bereich. Wir fahren zur EURO und ich bin live dabei. Da gibt es keinen Fehler, den ich bereuen würde.

Der nächste Game Changer im Sport wird…?
Back to the roots. Wir müssen alle wieder ein bisschen zurück zu den Wurzeln, zu den Anfängen, zu Bratwurst im Stadion und zu bisschen Kreisliga-Feeling. Ich glaube, das wird wirklich der nächste Game Changer.

Das deutschsprachige Sportbusiness wird in den nächsten zehn Jahren…?
Sich umgucken müssen und sich verändern müssen. 

DFB-Frauen schon Social Media Europameister? Insights zur starken Content-Strategie

Sabrina Dirks gibt im Interview Einblicke in die digitale Kommunikation der DFB-Frauen rund um die UEFA Women’s EURO. Es geht um Sichtbarkeit und Nahbarkeit. Zielgruppe: Ganz Deutschland.

DFB-Frauen bei der EURO 2022

*Über die Best-of-Seven:
In diesem Format sprechen unsere Podcast-Gäste über Meilensteine und Wendepunkte in ihrer Karriere, die Technologien und Innovationen, die den Sport verändern und die persönlichen Tipps, um im Sportbusiness langfristig erfolgreich zu sein.


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#373: DFB-Frauen schon Social Media Europameister? Insights zur starken Content-Strategie

„Wir konnten unsere Reichweite auf Social Media mehr als verdoppeln.“ Was bei der Weltmeisterschaft 2019 eindrucksvoll gelang, soll auch das Ziel der UEFA Women’s EURO 2022 sein: Mehr Sichtbarkeit und Nahbarkeit schaffen die DFB-Frauen durch ihre digitale Kommunikation, humorvollen Content und kreative Partneraktivierungen.

Es scheint, als sei die deutsche Elf nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf Instagram, TikTok, YouTube und Co. perfekt eingespielt. Die Zielgruppe: Ganz Deutschland. Doch die größte Herausforderung ist, wie werden Follower zu Fans und vor allem, wie bleiben diese „Freunde“ dauerhaft an den persönlichen Geschichten der Spielerinnen interessiert?

Sabrina Dirks, Teamleiterin Social Media beim DFB

Im Sports Maniac Podcast sprechen wir mit Sabrina Dirks, Teamleiterin Social Media beim DFB über die strategische Contentplanung rund um die UEFA Women’s EURO 2022, die digitale Zusammenarbeit mit Sponsoren und wie starke Social Media Reichweiten von Spielerinnen wie Laura Freigang vom DFB sinnvoll genutzt werden können.

„Es geht […] um Sichtbarkeit und Nahbarkeit. Man kann sich viel leichter für ein Team begeistern, wenn man weiß, wer hinter der Fußballerin steckt. […] Da haben wir wirklich Potenzial und Luft nach oben.“
– Sabrina Dirks über die Doku „Born for this“

Das sind die Podcast-Themen im Überblick

  • Über die heiße Phase der Content-Vorbereitung (02:15)
  • Aufgaben von Sabrina als Teamleiterin Social Media (03:04)
  • Instagram, TikTok & Co.: Welche Kanäle für welche Zielgruppe? (08:01)
  • Den Hype der #WEURO2022 zur Reichweitensteigerung nutzen (10:28)
  • Wie mit reichweitenstarken Spielerinnen wie Laura Freigang zusammengearbeitet wird (12:16)
  • Wie sich die Social Media Aktivität auf die sportliche Leistung auswirkt (13:59)
  • Wie viel Content vorproduziert werden kann (16:01)
  • Warum Partnerkommunikation und Sponsored-Posts neu gedacht werden müssen (20:22)
  • Über den EM-Song mit SVRCINA : „Next Generation“ (21:43)
  • Wie die Doku „Born for this“ zur Sichtbarkeit der DFB-Frauen beiträgt (23:49)

Die Dokumentation „Born for this – mehr als Fußball“ beleuchtet die DFB-Frauen und ihre persönlichen Geschichten und Hintergründe. Must-See!

Der offizielle Song der Deutschen Frauen-Nationalmannschaft zur Europameisterschaft 2022: „SVRCINA – Next Generation“

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