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#180: „Reichweite ist keine Währung mehr“ – mit Jörg Adami von der esports player foundation | Best-of-Seven

Nach mehr als zehn Jahren Vorstandsaktivität bei der Deutschen Sporthilfe hat Jörg Adami eben dieses Konzept in den Esport übertragen. Mit der esports player foundation will er jedem Top-Talent mit Weltklasse-Niveau ein individuelles Förderungsprogramm anbieten und Vorbilder schaffen. In den Best-of-Seven verrät Jörg, wieso Reichweite und Branding keine Währung mehr sind und worauf Marken stattdessen – insbesondere zu dieser Zeit der Corona-Krise – viel stärker achten sollten.

Solltest du das Interview mit Jörg verpasst haben, kannst du es hier Nachhören. Dort haben wir darüber gesprochen, wie die esports player foundation die Esportler konkret fördern will und wie Stakeholder aus der Gaming-Industrie und der Politik dabei helfen, diese weltweit erste und einzige Förderinstitution aufzubauen.

*Über die Best-of-Seven:
In diesem Format sprechen unsere Podcast-Gäste über Meilensteine und Wendepunkte in ihrer Karriere, die Technologien und Innovationen, die den Sport verändern und die persönlichen Tipps, um im Sportbusiness langfristig erfolgreich zu sein.


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#179: Sporthilfe für Esports: Auf der Suche nach dem Michael Schumacher des Esports

Den Boris Becker und Michael Schumacher des Esports finden – das ist das große Ziel der esports player foundation. Co-Founder Jörg Adami war mehr als zehn Jahre Vorstandsmitglied bei der Deutschen Sporthilfe aktiv und gibt uns im Podcast Einblicke in die weltweit erste und einzige Förderinstitution des Esports.

Nach seinem Ausscheiden bei der Sporthilfe hat sich Jörg intensiv mit der Gaming und Esports-Bewegung beschäftigt und sich die Frage gestellt, wie die positiven Erfahrungen aus dem Sport in den Esport übertragen werden können.

Im Podcast spricht Jörg über die Vision der Ende 2019 ins Leben gerufenen esports player foundation, die Talente mit Potenzial zur Weltspitze individuell und optimal auf diesem Weg als ganzheitlicher Athlet zu unterstützen. Wir erfahren dabei, wie Jörg ESL-Chef Ralf Reichert (war bereits in Episode 135 zu Gast) innerhalb von zehn Sekunden von dieser Vision überzeugt hat und wie er gemeinsam mit seinem Co-Founder Evangelos Papathanassiou weitere wichtige Stakeholder der Gaming-Industrie und der Politik für die Initiative begeistern und gewinnen konnte.

Deutsche Telekom und DKB bereits als Partner mit an Bord

Wir schauen uns an, was die esports player foundation von der Deutschen Sporthilfe lernen kann und umgekehrt, wie die Athleten konkret unterstützt und gefördert werden, warum es spezielle Förderprogramme für Frauen geben wird und wie die weltweite Gaming Community sogar aktiv beim Aufbau der Foundation unterstützt.

Abschließend beleuchten wir, wie die Organisation ihr Finanzierungsziel von vier Millionen Euro erreichen will, warum Industriepartner wie die Deutsche Telekom und die DKB eingestiegen sind und wie Jörg und Evangelos langfristig das Förderprogramm auch international ausrollen wollen.


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#177: Corona-Krise: Alles was Sportorganisationen jetzt wissen müssen

Der Spielbetrieb ruht in allen Wettbewerben, die EM 2020 ist offiziell verschoben und manche Clubs sind sogar in ihrer Existenz bedroht. Die Corona-Krise sorgt auch in der Sportwelt für eine Ausnahmesituation. Sportorganisationen stehen vor vielen offenen Fragen und Unsicherheiten, auch im Hinblick auf rechtliche Konsequenzen. Um Klarheit in der aktuellen, dynamischen Situation zu bekommen, beantwortet Rechtsanwalt Dr. Felix Holzhäuser von der Kanzlei Lentze.Stopper im Podcast die wichtigsten Fragen.

Im Gespräch mit Felix schauen wir uns die Auswirkungen an, die die Corona-Krise auf Vereine, Verbände, Ligen, Sponsoren und Medien hat. Er erklärt uns die rechtlichen Grundlagen und gibt Sportorganisationen hilfreiche Handlungsempfehlungen mit auf den Weg. 

Das müssen Sportorganisationen jetzt wissen

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Vereine und was sollten Vereine jetzt tun? (ab 08:09)

Die Auswirkungen für die Vereine sind enorm. Aufgrund der dynamischen Situation ist es leider auch schwierig, konkrete Handlungsempfehlungen zu geben. Vereine und Verbände sind als die unmittelbaren Veranstalter der meisten Großevents diejenigen, die den größten Teil der Last schultern müssen – dies steht jetzt schon fest. Was die Absage von ihren Veranstaltungen betrifft, unterliegen sie den Weisungen der Behörden und der jeweils übergeordneten Verbände. Deren Entscheidungen sind entsprechend umzusetzen.

Wie geht man mit einer drohenden Absage von Events um? (ab 10:01)

Bei Unsicherheit über eine drohende Absage einer Veranstaltung sollten Vereine stets den engen Austausch mit den zuständigen Behörden suchen (meistens das kommunal verantwortliche Gesundheits- oder Ordnungsamt). Den Empfehlungen der übergeordneten Behörden ist in jedem Fall zu folgen

Wer haftet für die Kosten, wenn ein Event abgesagt wird? (ab 12:37)

Fakt ist, dass Veranstalter für einen großen Teil des drohenden finanziellen Schadens wohl selbst aufkommen müssen. Teilweise gibt es Ausfallversicherungen, bei denen Veranstalter Ersatzansprüche geltend machen können. Diese sind in der Regel aber sehr teuer und daher nicht durchgängig vorhanden.

Grundlage der jetzt verordneten behördlichen Maßnahmen ist das Infektionsschutzgesetz. Auch dort gibt es Regelungen, bei deren Anwendbarkeit im Einzelfall der Staat für Verluste aufkommen kann, auch dies ist aber leider nicht die Regel.

Aktuell werden auch immer wieder Fonds diskutiert. So unterhält die DFL beispielsweise einen Sicherungsfond, der außerhalb der Corona-Krise für finanzielle Engpässe geschaffen wurde. Aus diesem könnten Vereine in extremer Notsituation bezuschusst werden. Für eine Übernahme der kompletten Schäden wird dies aber bei weitem nicht ausreichen.

Aktuell sollten sich diese Fragen der Haftung aber noch nicht akut stellen. Im Fokus muss jetzt zunächst die Gefahrenabwehr und der Gesundheitsschutz stehen. Wenn diese Krise hoffentlich irgendwann vorbei ist, also im Anschluss an die Corona-Krise, können wir im zweiten Schritt diskutieren, wer in welcher Höhe für entstandene Schäden haftet.

Wie sollten Veranstalter jetzt handeln? (ab 14:53)

Wichtig ist die offene und frühzeitige Kommunikation mit allen Stakeholdern und möglichst eine gemeinsame Entscheidungsfindung. Dies sind neben Vereinen und Verbänden, natürlich die Sponsoren und Medienpartner, vor allem auch die verantwortlichen Behörden. Alle sollten einen Beitrag zur Lösung der jetzigen Situation leisten. Auch haftungsrechtlich ist es für Veranstalter im Übrigen günstiger, wenn Events aufgrund von behördlichen Weisungen abgesagt werden als wenn ein Veranstalter dies frei und vielleicht voreilig selbst entscheidet. Zudem sind bei den Behörden auch die erforderlichen medizinischen Kenntnisse oder Zugänge zu den entsprechenden Experten vorhanden, weshalb ein enger Austausch hier unerlässlich ist.

Weiter ist es für die Vorbereitung auf mögliche spätere Schadensersatzforderungen zu empfehlen, alle Entscheidungsprozesse sorgfältig zu dokumentieren.

Was passiert mit bereits verkauften Tickets? (ab 20:14)

Auf diesen Kosten bleibt der Veranstalter i.d.R. zu nahezu 100 % sitzen. Die meisten Ticket-AGBs sehen es vor, dass ein Fan für den Fall einer Spielabsage oder bei Geisterspiel sein Geld zurück bekommt. Dauerkarteninhaber wird der jeweilige Anteil zurückerstattet. Die AGBs werden jedoch vom Verein selbst bestimmt und können daher unterschiedlich sein. Teilweise gibt es Klauseln zu Lasten der Verbraucher, in denen keine Entschädigung für den Verbraucher vorgesehen ist. Dr. Felix Holzhäuser meint: „Das sehe ich persönlich als sehr kritisch an, glaube, dass das unter Verbraucherschutzgesichtspunkten nicht zulässig ist und dann am Ende auch nicht durchsetzbar sein wird.“

Was passiert bei Verschiebungen von Events mit den Tickets? (ab 21:54)

Auch diese Frage lässt sich durch die entsprechende AGB im Einzelfall beantworten. Hier gibt es i.d.R. eine Klausel, die besagt, dass die Tickets ihre Gültigkeit behalten. Falls der Verbraucher am neuen Termin nicht kann, sehen die AGB auch dann aber in der Regel vor, dass Personen von ihrem Kaufvertrag zurücktreten können und dann ihr Geld zurückbekommen.

Wie ist das bei Ticketing-Drittanbietern wie Viagogo? (ab 22:42)

Bei diesem besonderen Fall bekommt der Kunde theoretischer ebenfalls sein Geld zurück. Der Vertragspartner ist jedoch in diesem Fall der Drittanbieter und nicht der Verein. Deshalb sind Vereine nicht verpflichtet, dem Käufer Geld zu erstatten, sondern hier muss sich der betroffene Ticketinhaber an seinen Vertragspartner wenden – den Verkäufer oder die Ticketplattform. Bei weiteren Kosten wie z.B. vergebliche Hotel- oder Reisekosten sind Veranstalter oder Drittanbieter in der Regel nicht verpflichtet, für die Kosten einzustehen.

Was sollten Sponsoren tun? (ab 24:31)

Zunächst ist hier in die vertraglichen Vereinbarungen zu schauen. Grundsätzlich gilt aber: „Ohne Verschulden gibt es auch keine Haftung. Wir sind im Bereich der Pandemie, das ist in 99,9 % ein Fall der höheren Gewalt und somit liegt kein Verschulden einer Partei vor. Und wenn kein Verschulden vorliegt, muss auch keiner einen Schadensersatz zahlen.“ Allerdings bedeutet dies auch, dass Sponsoren ohne die Leistung des Vertragspartners nicht zu einer Gegenleistung verpflichtet sind. Daher bleiben Vereine und Verbände in den meisten Fällen wohl auch auf dem Großteil der Sponsoringsumme sitzen.

Wir sind der Meinung: In einer loyalen Partnerschaft sollte in dieser Ausnahmesituation Solidarität bewiesen werden. Rechtliche Ansprüche sollten zunächst zurückgestellt werden und Vereine bzw. Verbände und Sponsoren sollten sich gegenseitig unterstützen.

Was gilt für Medienrechteinhaber? (ab 28:54)

Für Medienrechteinhaber gilt prinzipiell dasselbe, wie für Sponsoren: Sofern die Leistung von den Vereinen und Verbänden nicht erbracht werden kann, entfallen auch die Zahlungsansprüche an die Medienrechtepartner. Diese Schäden sind gerade in der 1. und 2. Bundesliga natürlich enorm und sind daher unter allen Umständen zu vermeiden. Daher gilt hier wohl auch zur Abwendung der größten Schäden die Devise, Geisterspiel vor Spielabsage, egal ob man das gut findet oder nicht.

Der Kunde der Medienpartner unterliegt hingegen dem Verbraucherschutz, sodass er im Zweifel wohl aus seinem Abonnement-Vertrag aussteigen kann und im Ernstfall wohl auch einen Anspruch auf Rückerstattung (zumindest einen Teil) des Geldes besitzt, sollten Saisons ganz abgesagt werden.

Was passiert in den Meisterschaftswettbewerben bei einer Beendigung der Saison? (ab 30:55)

Die Entscheidung über das Vorgehen bei einer Beendigung der Saison obliegt dem jeweiligen Dachverband und dessen Mitgliedern. Wenn die Verbandsstatuten dafür keine Regelung enthalten, müssen die Mitglieder gemeinsam entscheiden, wie man sportlich mit einer abgebrochenen Saison umgeht. Auch hier sollte zweifelsohne der Solidaritätsgedanke im Vordergrund stehen und die Option mit dem geringsten Schaden für alle gewählt werden.


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#176: „Ich fühle mich wie ein Getriebener.“ – mit Thomas Riedel von Riedel Communications | Best-of-Seven

Thomas Riedel hat sich nie von seinen Ideen abbringen lassen und ist immer seiner Überzeugung gefolgt. Dieser konsequente Weg führte ihn von der Gründung in einer Wuppertaler Garage zum Weltmarktführer der Kommunikationsbranche mit über 750 Mitarbeitern.

Der Gründer von Riedel Communications teilt mit dir seine Learnings aus mehr als 30 Jahren Entrepreneurship und gibt dir Ratschläge mit auf deinen persönlichen Karriereweg. Dabei erfährst du in den völlig neuen Best-of-Seven der Serie Game Changers, welche Eigenschaften als Unternehmer unverzichtbar sind und welche drei Dinge Thomas hinterlassen würde, wenn er sein Geschäft heute aufgeben müsste.

Seine beeindruckende Unternehmerstory vom 10-jährigen Zauberer zum Mann, ohne den die Olympischen Spiele, sämtliche Formel 1 Rennen, die FIFA WM oder andere Top-Events gar nicht stattfinden könnten, hat er im uns im ersten Game Changers Interview geteilt. Zwischen dem Rande der Pleite und einer Reihe von großen Erfolgen hat es Thomas Riedel bis nach ganz oben geschafft. Falls du diese bewegende Selfmade-Gechichte noch nicht gehört hast, solltest du das unbedingt hier nachholen.

*Über die Best-of-Seven (Game Changers):
In diesem Format bringen unsere Podcast-Gäste ihre Learnings aus ihrem Unternehmer-Leben auf den Punkt. Sie sprechen über ihre wichtigsten Entscheidungen, ihren größten geheimen Stolz und verraten dir, welche Eigenschaften für einen erfolgreichen Unternehmer unerlässlich sind.


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#175: Der Zauberer, dem FIFA, DFL und IOC vertrauen | Game Changers

„Game Changers“! So heißt das neue Format im Rahmen des Sports Maniac Podcast, in dem wir ab sofort ein mal im Monat mit Unternehmern, Machern und Pionieren sprechen, die den Sport und das Business dahinter nachhaltig verändert haben und die die Zukunft unserer Branche prägen werden.

Was wird eigentlich der nächste Game Changer im Sport? Weit über 100x habe ich diese Frage im Podcast bereits gestellt und immer wieder war ich mit der Antwort darauf nicht zu 100 % zufrieden. Aber wer oder was hat denn bis zum heutigen Tag für Wandel und große Veränderung gesorgt?

Waren es Technologien? Vielleicht. Waren es Innovationen? Sicherlich auch. Aber wenn man ganz genau hinschaut wird man feststellen: Es waren vor allem Menschen. Mutige Querdenker, die das aktuelle Spiel kritisch hinterfragt haben und den Status Quo nicht akzeptiert haben. Echte Macher, die eine anfänglich kleine Idee und trotz vielerlei Risiken und Rückschläge konsequent umgesetzt haben. Visionäre Vorreiter, die aus technologischem Fortschritt erfolgreiche Geschäftsmodelle aufgebaut haben. Pioniere, die es sich zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben, die Sportwelt zu verändern. Und genau mit diesen Menschen sprechen wir in unserer neuen Serie „Game Changers”.

Unser Premierengast ist Thomas Riedel – ein erfolgreicher Unternehmer und Investor, der lieber hinter den Kulissen aktiv ist, statt selbst auf der großen Bühne zu stehen. Als Gründer und CEO von Riedel Communications ist er einer der ganz Großen im Sport. Seine Firma ist Weltmarktführer in der Kommunikationsbranche und ohne ihn und seine Kommunikationstechnik könnten Großevents wie die FIFA Weltmeisterschaften, der Eurovision Song Contest, die Oscar-Verleihungen, sämtliche Formel 1-Rennen oder die Olympischen Spiele überhaupt nicht stattfinden.

Von der Wuppertaler Garage auf die große Sportbühne

Thomas erzählt uns im Podcast von seinen Learnings aus mehr als 30 Jahren Entrepreneurship. Als 10-jähriger verdiente er sein erstes Geld mit Zauberei, gründete sein Unternehmen noch während der Schulzeit in einer Garage in Wuppertal und kam 1994 auf unkonventionelle Weise zu einem Mega-Auftrag für die Olympischen Spiele in Lillehammer. Der Grundstein für seinen Unternehmenserfolg war gelegt. 

Neben den bewegenden Geschichten über Meilensteine und Life-Learnings erzählt der „Entrepreneur des Jahres 2010″ auch von seinem persönlichen Highlight: Er hatte die volle Verantwortung, dass über 200 Länder live von Felix Baumgartners Stratos Sprung aus 39 Kilometern Höhe berichten konnten. Doch jede märchenhafte Erfolgsstory ist auch von ständigen Risiken und bitteren Rückschlägen geprägt. So erzählt Thomas ehrlich: „Mindestens die Hälfte der Zeit habe ich am Rande der Pleite gelebt“. Ein beeindruckender Mensch. Ein beeindruckendes Interview. 


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