Schlagwort: Medienrechte-Ausschreibung

#285: Bundesliga bei BILD: Die 1 Million Abonnenten fest im Visier

Die Bundesliga legt wieder los! Die beiden höchsten deutschen Fußballligen präsentieren sich ab der Saison 2021/22 abwechslungsreicher als je zuvor – und das liegt auch an den neuen, vielfältigen Verteilung der Medienrechte. Axel Springer hat den Zuschlag für zwei Rechte-Pakete (Paket M und DOOH) erhalten und investiert dafür mehrere Millionen Euro pro Saison. Doch welche Strategie verfolgt BILD mit seiner innovativen Bundesligaverwertung? Und mit welchen Inhalten will BILD die magische Zahl von einer Million zahlender Abonnenten knacken? 

Im Sports Maniac Podcast sprechen wir mit Carli Underberg, stellvertretender Chefredakteur SPORT (BILD & SPORT BILD) bei der Axel Springer SE und Nikolaus Glasmacher, Managing Director Sports bei BILD über die Schritte von der Ausschreibung bis zum finalen Rechte-Erwerb, die einmalige Möglichkeit einer crossmedialen 360 Grad Vermarktung sowie dem neuen, kreativen Sendungsformat, das Sportschau und Sky einiges voraus haben soll.

Was kann die Bundesliga bei BILD?

„Abpfiff im Stadion ist Anpfiff bei BILD!“, so der offizielle Claim.  Doch damit beim Bundesliga-Auftakt die ersten Highlight-Clips unmittelbar nach Spielende bei BILD zu sehen sind, verging über ein Jahr akribische Vorbereitungszeit. Das Ziel war klar: „Wir wollen die Bundesliga anders erzählen als es alle anderen bislang gemacht haben.“ Doch wie stellt man sicher, dass die vorhandenen internen Ressourcen ausreichen und aus dem Willen ein Können wird? Carli und Nikolaus erzählen vom intensiven Austausch diverser Abteilungen, sprechen über den Wunsch der schwarzen Null und erklären, warum der Erwerb von Medienrechten letztendlich ein „normaler“ Business-Case ist. 

„Wir wussten intern schon, dass wir ein TV Sender werden. Aber wir haben uns für ein Recht beworben, das digital läuft.“
– Carli Underberg

Erhalten hat BILD digitale Rechte. Und das, obwohl erst kürzlich der Start des eigenen linearen TV-Senders bekannt gegeben wurde. Sind dabei, mit Blick auf die Konkurrenz der traditionellen Fernsehanstalten, nicht wünschenswerte lineare Rechte durch die Lappen gegangen? 

Bewegtbild, Bewegtbild, Bewegtbild

Nicht nur als BILDplus oder WELTplus Abonnent*in (wir sprechen auch über das Ziel der 1 Millionen zahlenden Abonnent*innen) kannst du dich auf ein multimediales Bundesliga-Erlebnis freuen. Neben den Paid-Inhalten des Pakets M ist das neue Innovationspaket DOOH an öffentlichen Orten für alle frei konsumierbar. Als Resultat vieler taktischen Überlegungen also eine absolute Traumkonstellation? Wir sprechen über wirkungsvolle Bewegtbildstrategien, crossmediale Promotion sowie ganz neue Touchpoints für Fans und Werbepartner. Carli und Nikolaus geben Einblicke, wie der omnipräsente Trendbegriff des 360-Grad-Marketing bei BILD tatsächlich gewährleistet werden soll. 

Die Bundesliga mit BILD DOOH erleben

Überall, wo man digitale Screens sieht, können wir Zusammenfassungen der Bundesliga zeigen.“
– Nikolaus Glasmacher

Doch auch ein Konzern wie Axel Springer greift auf externe Dienstleister zurück. Wir erfahren, warum die Inhouse Produktion derzeit nicht zur Debatte steht, welche Werbepartner bereits mit an Bord sind und warum Schnelligkeit immer im Fokus steht.

Ab Saisonstart warten mit der „billigsten Dauerkarte der Bundesliga“ innovative und kreative Sendungsformate mit bekannten Experten auf dich, auch eine spektakuläre „Sportschau 5.0“.  Wie die Bundesliga bei BILD ein Erfolg werden soll, hörst du im Sports Maniac Podcast.


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#207: Sind 1,1 Mrd. Euro genug? Die große Analyse zur Medienrechte-Vergabe der Bundesliga

1,1 Milliarden Euro pro Saison werden die Bundesligavereine ab der Saison 2021/22 bis 2024/25 jedes Jahr an nationalen TV-Geldern einnehmen. Eine Summe, die zeigt, dass der Fußball und insbesondere die Bundesliga der Corona-Krise trotzen kann. Neben Sky und DAZN, die sich die lukrativen Pay-TV Pakete gesichert haben, sind auch SPORT1, ProSiebenSat.1 und Axel Springer zurück auf der Bundesliga-Bühne. Und natürlich haben die üblichen Verdächtigen ARD und ZDF wieder bei den Free-TV Paketen zugeschlagen. Vorab heiß gehandelte Kandidaten wie Amazon, die Deutsche Telekom oder Vodafone gingen hingegen überraschend leer aus.

Doch was bedeuten die Ergebnisse für die Bundesliga und vor allem: Wer sind die Gewinner und Verlierer der Medienrechte-Vergabe? Das erklärt uns Kay Dammholz, Medienrechte-Experte und Geschäftsführer der Agentur SASS Media, im Podcast.

Gemeinsam mit dem ehemaligen DFL-Mitarbeiter und Chef-Rechteeinkäufer von DAZN schauen wir uns die Ergebnisse etwas genauer an und bekommen eine fachliche Einschätzung, unter welchen Umständen für die DFL und die Bundesliga-Clubs sogar noch mehr drin gewesen wäre als „nur“ 1,1 Milliarden Euro. Dabei erfahren wir, welcher der Bieter wohl einen strategischen Fehler begangen hat, wer Kay’s persönlicher Gewinner des Bieterverfahrens ist und in welche Riege sich die Bundesliga mit dem Deal im Wettbewerb der europäischen Topligen zwischen Premier League, La Liga, Serie A und Ligue 1 einreihen wird.

Die Gewinner und Verlierer der Medienrechte-Ausschreibung

Kay nimmt uns mit in den Prozess der Ausschreibung und erklärt, welche Voraussetzungen ein Unternehmen mitbringen muss, um überhaupt als Bieter teilnehmen dürfen, was in dem geheimen ‚War Room‘ der DFL in Frankfurt genau passiert und warum das Kartellamt Schuld daran ist, dass Fans mit Sky und DAZN auch zukünftig zwei Pay-TV-Abonnements benötigen.

Gemeinsam mit Kay machen wir den ultimativen Performance-Check aller Bieter. Wer hat geliefert? Was war so nicht zu erwarten? Wer blieb erwartet oder unerwartet auf der Strecke? Wer rechnet sich Chancen durch Sublizenzen aus? Und wem darf man neben Christian Seifert und der DFL am ehesten gratulieren?

Die wichtigste Frage klären wir zum Schluss. Wie lassen sich die Milliarden an Rechtekosten für die einzelnen Medienpartner refinanzieren? Denn eins ist klar. Die erste Teilzahlung an die DFL wird spätestens im Juli 2021 kommen.

Bis wir wissen, wer wirklich zu den Gewinnern oder Verlierern gehört, wird noch einige Zeit verstreichen. Denn auch auf der Einnahmenseite der Medienpartner müssen die Zahlen stimmen. Und auf die vermeintlichen Gewinner wartet in Anbetracht der ökonomischen Rahmenbedingungen trotz der anfänglichen Jubelstürme und Siegerposen keine leichte Aufgabe.


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